Eine Premiere - Kleinstkinder-Gottesdienst im Bezirk Zwickau

Am Sonntag, 01.02.2026 machten sich ca. 40 Kleinstkinder mit Ihren Eltern und zum Teil den Kindebetreuern auf den Weg in die Gemeinde Oelsnitz / Erzgebirge um dort eine Premiere zu erleben. Den ersten Kleinstkinder-Gottesdienst im Bezirk.

Voller Vorfreude, zum Teil auch etwas „unsicher“ erfolgte eine liebevolle Vorbereitung. Viele Gemeindemitglieder, Eltern und Großeltern haben im Vorfeld die Kirche liebevoll vorbereitet, mit Sitzmatten und Kissen für die Kleinsten, leckeren und gesunden Snacks für das Mittagessen und kleinen Überraschungen. Es wurden im Vorfeld Lieder eingeübt, welche in liebevoller und Kindgerechter Weise von unseren Musikzwergen-Chorleiterinnen Ela und Karina vorbereitet wurden. Auch blieben an diesem Sonntag die Gesangbücher zugeklappt, da alle gemeinsam die Lieder aus dem Kinderliederbuch gesungen haben. Unsere jüngsten Musiker umrahmten den Kindergottesdienst mit Ihren Instrumenten – Amadeus mit seinem Cello, Nora auf dem Keyboard, Frieda mit der Geige und Clara auf der Querflöte. Für ihre tollen Beiträge erhielten die kleinen Musiker einen tosenden Applaus.

Unser Kinderbeauftragter Christian Schramm begann den Kindergottesdienst mit dem Bibelwort aus Lukas 10,33 - den Samariter, der den Verletzten liegen sah - und „übersetzte“ die Bibelstelle in eine kindgerechte Sprache. Alle Kinder verneinten, als sie gefragt wurden, ob sie auf der Fahrt in die Kirche überfallen wurden, und somit war die Überleitung vom Alltag zum Eintauchen in die biblische Geschichte vom barmherzigen Samariter geschaffen. In seiner liebevollen Art und Weise erzählte Priester Schramm den Kindern die Geschichte anhand der Bilder im Kamishibai. Er zog die Kinder mit seinen passenden Fragen mit und erlangte die volle Aufmerksamkeit der Kinder. Sie erzählten davon, dass böse Menschen den Mann mit Stöcken geschlagen haben, er geplündert wurde, ihm wehgetan wurde und er blutete. Es sind Menschen vorbeigegangen, die weggeschaut haben und dann kam einer, der geholfen hat. Dieser Mann hat die Wunden versorgt, ihn in ein „Krankenhaus“ gebracht und dafür bezahlt, dass dieser Mensch Hilfe bekommt.

Im Anschluss an die Erzählung setzte sich Priester Schramm inmitten der Kinder auf den Boden und füllte mit ihnen eine kleine Schachtel. Auf der Schachtel war ein Herz abgebildet, für die Liebe und Hilfsbereitschaft. Ein Pflaster wurde hineingelegt, mit diesem können wir helfen, wenn einer unserer Freunde stürzt, etwas Süßes zum Teilen, ein Taschentuch zum Trösten, wenn unser Freund weint und Kummer hat, etwas zum Spielen für die Gemeinsamkeit und einen Taler um alles zu bezahlen. Auch Jesus hat für uns bezahlt, ist immer für uns da, unser Freund und Tröster, welcher uns unendlich liebt.

In seiner Copredigt ging Priester Tautenhahn auf das Lied „Gib acht kleines Auge was du siehst“ – welches vorher gesungen wurde ein. Wir sollen darauf achten, was wir sehen – nicht wegschauen, wenn jemand Hilfe braucht, auch an die denken, welchen es nicht so gut geht, das Kind zum Geburtstag einladen, welches ausgegrenzt ist. Wir sollen zuhören, wenn uns ein Freund etwas erzählt, trösten wenn jemand traurig ist.

Zur Überleitung zum Heiligen Abendmahl ging Priester Schramm auf die Hostie ein. 3 Tropfen – für das Blut Jesu. Mehl – für das Brot welches, Jesus geteilt hat…. So wie auch wir teilen, die Süßigkeiten aus unserer Schachtel, das schöne Erlebnis und auch die Traurigkeit.

Im Anschluss an den Gottesdienst gab es einen gemeinsamen Mittagsimbiss. In kürzester Zeit wurde das Kirchenlokal umgewandelt – Biertischgarnituren aufgebaut, eine Höhle aus den Sitzmatten gebaut und es wurde im gemütlichen Beisammensein gegessen und untereinander ausgetauscht. Im Anschluss haben alle gemeinsam aufgeräumt und sind glücklich und voller Freude und Begeisterung nach Hause gefahren. Alle sind sich einig, dass wir einen solchen Kindergottesdienst wiederholen wollen, die Gemeinsamkeit stärken und den Schatz, unsere Jüngsten, für das Werk Gottes begeistern wollen.