Bekennen - Überzeugen

(Auerbach, 03.05.2026) Bewusst sich zu seinen christlichen Wurzeln zu bekennen, das geschieht im Konfirmationsgottesdienst durch Abgabe des Konfirmationsgelübdes. ... eine Bekräftigung und Befestigung des Taufversprechens - Gott weiterhin treu zu bleiben. Denn mit Erreichen der Religionsmündigkeit sind die jungen Menschen nun eigenverantwortlich für ihr Glaubensleben.

Zu einem wahren Familien- und Gemeindefest avancierte der diesjährige Konfirmationsgottesdienst. Zahlreiche Gottesdienstbesucher hatten den Weg nach Auerbach gefunden, um dem Ereignis beizuwohnen: Emily, unsere Konfirmandin, hatte sich in den zurückliegenden zwölf Monaten darauf vorbereitet, nun die Verantwortung für ihr Glaubensleben selbst zu übernehmen.

Dem Gottesdienst lag das Bibelwort aus dem Matthäus-Evangelium 10,32 zugrunde:  "Wer nun mich bekennt vor den Menschen, zu dem will ich mich auch bekennen vor meinem Vater im Himmel."

Hirte Uwe Herrmann sprach einleitend davon, dass jeder Gottesdienst sein eigenes Gepäge habe. Dessen Inhalt solle möglichst allen Zuhörenden etwas geben, etwas sagen. Ein Konfirmationsgottesdienst hebt sich von anderen Gottesdiensten ab, ist etwas besonderes. Er gibt Gelegenheit zur Standortbestimmung: Wir erinnern uns an unsere eigene Konfirmation und lässt uns unsere Glaubensentwicklung Revue passieren. Sind Herz, Mund und Tat im Einklang miteinander? Welche "Fortschritte" haben wir im Glauben gemacht? 

Zu jedem Konfirmationsgottesdienst gibt es ein spezielles Bibelwort. Das Buch der Bücher, dass weltweit eine geschätzte Auflage von 2,5 Milliarden Werken aufzuweisen hat, gibt der Menschheit seit ca. 1400 vor Christus eine Richtschnur für(s) Glauben(s)Leben. Für uns Christen ist es das Basiswerk. Auf dieses Fundament gründet sich unser Katechismus, das umfassende Grundlagenwerk über den Glauben und die Lehre der Neuapostolischen Kirche. Bereits im Vorwort steht als erstes geschrieben: "Der christliche Glaube ist darauf angelegt, sich anderen mitzuteilen. Schon von alters her wird der Christ dazu angeleitet, seinen Glauben zu bekennen und ihn vor anderen Menschen zu vertreten: „Seid allezeit bereit zur Verantwortung vor jedermann“ (1Petr 3,15)." Das gab unser Gemeindevorsteher der Konfirmandin und der Gemeinde mit auf den Weg. 
Er beleuchtete, dass Worte allein begrenzt Wirkung zeigen. Vielmehr sind Taten überzeugend(er).

Wie zeigt sich das Bekennen?

Mit Worten können wir uns zu einer Person / einer Sache bekennen. Mehr noch durch unser Verhalten. Wir selbst nehmen die eigene Veränderung(en) im Verhalten, in unserem Wesen vielleicht gar nicht wahr. Anderen fällt es hingegen auf, dass wir anders sind als gewohnt.
Sind wir geradlinig in unserem Bekenntnis? Sind wir überzeugt von dem, was wir sagen bzw. tun? ... oder eher wankelmütig? Haben wir einen roten Faden in unserem Glauben(s)Leben? Was ist unser roter Faden? Darauf erhielten wir folgende Antwort: Dieser rote Faden ist Gott, der alles erschaffen hat und durch seine Liebe zusammenhält. Wir glauben daran, dass es so ist. Woraus besteht ein Faden? Er vereint zahlreiche Fasern in sich. Auch eine Gemeinde besteht aus vielen Individuen, die sich im Glauben an Gott zusammenfinden und eine starke Einheit bilden.

Was brauche ich zum Bekennen?

Die Voraussetzung zum Bekennen sind Glauben und Erkenntnis. Wovon wir selbst überzeugt sind, können wir glaubhaft weitergeben. Bekennen erfordert Mut, Kraft, Sicherheit. Denn wir werden auch auf Unverständnis oder gar Anfeindung stoßen. Doch mit Gottes Hilfe wird es uns gelingen zur richtigen Zeit das richtige Wort zu sagen bzw. Situationsangepasste Taten auszuführen. Sein Schutz ist uns gewiss.

Bekenntnis zu Gott und zur Kirche

Im Anschluss an die Freisprache von den Sünden trat Emily an den Altar. Unser Gemeindevorsteher versicherte ihr, dass sich die Gemeinde freue, dass sie DA ist. "Wir sind alle unvollkommen. Doch gemeinsam mit Gottes Hilfe können wir was (großes) bewirken. Mach mit! Bringe dich ein in unsere Gemeinschaft. Gib Impulse.", so Hirte Uwe Herrmann.

Fazit

  • Denken wir vorwärts. 
  • Ziehen wir rückschauend Lehren.
  • Bleiben wir treu gemäß unserem Gelübde.
  • Haben wir Gott vor Augen und im Herzen.
  • Wachsen wir in der Erkenntnis.
  • Zeigen wir unsere Glaubensüberzeugung durch Taten.
  • Bleiben wir Teil der Gemeinschaft und bringen wir uns aktiv ein.